Eine Woche lang sind die Christine-Koch-Gesellschaft und der Hochsauerlandkreis die Gastgeber für polnische Autoren aus Masuren. Vom 2. bis 7. Juli besuchen hochkarätige polnische Schriftsteller den Hochsauerlandkreis und den Südkreis Soest, um mit Literaturfreunden, Schülern und Vertretern der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen. Die vier Schriftsteller Alicja Bykowska-Salczynska, Wlodzimierz Kowalewski, Mariusz Sieniewicz und Grzegorz Supady erhielten teils sehr renommierte Auszeichnungen der Republik Polen und internationalen Literaturpreise. Da ihr Werk auch in die deutsche Sprache übersetzt ist, können alle Besucher der Vortragsveranstaltungen durch Powerpoint-Präsentation auf Deutsch mitlesen, was von den polnischen Gästen vorgetragen wird.
Die Reihe von fünf öffentlichen Veranstaltungen beginnt die Christine-Koch-Gesellschaft am Samstag, den 3. Juli, 12.00 Uhr im Rathaus Rüthen mit einem Empfang und Gang entlang der mittelalterlichen Stadtmauer zum Denkmal des Barockdichters Friedrich von Spee. Um 15.30 Uhr im Alten Haus Gössmann, Rüthen - Langenstraße, schließen sich Vorträge von Professor Wilhelm Gössmann über die Literatur Polens und des Schriftstellers Herbert Somplatzki über die Entstehung der Begegnung zwischen dem literarischen Sauerland und Masuren. Am Sonntag, den 4. Juli, führt eine Busfahrt zur Zeche Zollverein nach Essen, wo die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eröffnet wurde. Abfahrt ist um 9.30 Uhr am Verwaltungsgebäude des Hochsauerlandkreises in Meschede. Für frei gewordene Plätze werden Anmeldungen bis zum 1. Juli entgegen genommen.
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Zum Thema “Heimat und Kultur auf dem Dorfe” lesen am Montag, den 5. Juli, 13.30 Uhr, die Schriftsteller aus Masuren zusammen mit Sauerländer Autoren im Heimathaus “Pastoren Scheune” in Medebach - Düdinghausen. Der Naturschutzexperte Horst Frese führt danach zu den Aussichtspunkten des Naturwanderwegs Kahle Pön.
Am Dienstag, den 6. Juli, 18.00 Uhr, lesen die polnischen zusammen mit deutschen Autoren im Sauerländer Literaturarchiv am Rathaus Schmallenberg. Darunter ist mit Monika Taubitz, der Vorsitzenden des “Wangener Kreises” deutschsprachiger Schriftsteller aus Osteuropa, eine der wichtigsten literarischen Vertreterinnen im Verständigungsprozeß mit Polen.
“Brücken zwischen Deutschland und Polen” heißt das Thema am Mittwoch, den 7. Juli, 18.15 Uhr, im Sauerlandmuseum Arnsberg. Zum Ausklang der Jubiläumstage lesen die Schriftsteller aus Masuren nach Vorträgen von Monika Taubitz über Literatur als Mittel zur Verständigung und Ursula Homann über Kindheit in Ostpreußen. Im Schlußwort erinnert der Vorsitzende der Christine-Koch-Gesellschaft an vorhergegangene Dichtertreffen.
Diese begannen vor zehn Jahren im Sauerland zwischen Autoren und Literaturfreunden beider Regionen, nachdem der in Masuren geborene Schriftsteller Herbert Somplatzki durch Kontakte in seine Geburtsheimat den Anstoß dazu gegeben hatte. Aus der so begonnenen Verständigung durch Literatur entstand eine nachhaltige Partnerschaft.
(PM Christine-Koch-Gesellschaft)